Holpriger Start

Hallo zusammen und Ahoi von der Carpe Diem. Meine aktuelle Position lautet: 41 Grad 18 Minuten Nord und 24 Grad 17 MInuten West. Fahrt zur Zeit so um die4- 5 Knoten über Grund. Los gings ja bereits am Mittwoch, den 2.7. so um 11 Uhr. Leider gabs nur wenig Wind und so motorte ich zunächst einige Stunden Richtung Norden. Nach einigen Stunden stellte sich etwas Wind ein und ich setzte die Segel. Kurz danach bemerkte ich einen etwa 60 cm langen Riss am Achterliek der Genua. Sah nicht gut aus und schien auch nach und nach weiter auszureisen. So ein Mist. Das Segel hatte ich vorher noch geprüft. Das muss also tatsächlich beim setzen oder kurz danach passiert sein. Am WInd hat es sicher nicht gelegen, denn es blies zu dieser Zeit gerade mal mit 3 Beaufort. Das ganze scheint also eher auf Materialermüdung zurück zu führen zu sein. Zunächst war mein Plan, dass Segel weiter zu beobachten und ggf. später auf See zu tauschen. Angesichts der Landnähe zur Insel Sao Jorge entschied ich mich dann aber doch einen Ankerplatz zu suchen und das Segel in Ruhe vor Anker zu tauschen. Alles andere wäre zwar auch möglich aber angesichts der Nähe zum Land schon fahrlässig gewesen. Also Segel wieder geborgen und unter Maschine in Lee von Sao Jorge zum Ankerplatz. Dort angekommen suchte ich mit einen Plätz in der kleinen Bucht der Insel-Hauptstadt und tauschte das Segel nach kurzer in Augenscheinnahme komplett aus. Der Riss war nämlich nicht an einer Naht sondern direkt im Tuch. Das wäre nur mit entsprechendem Aufwand zu reparieren gewesen. Und dann hätte sich noch die Frage gestellt, wie lange das hält und ob nicht auch eine andere Stelle kurz vorm reissen steht. Außerdem habe ich ja noch eine gute Genua dabei. Also altes Sgel runter und neues ran .. fertig. Hört sich nicht nach viel Heckmeck an. Aber als ich abends im schaukelnden Salon lag und mir ein schnelle Essen zubereitet, war ich doch ganz schön erschöpft. Auch angesichts dessen war es richtig noch einmal zu stoppen und vor Anker noch etwas schlafen zu können. Am Donnerstag ging es dann gleich morgens um 8 Uhr wieder los. Zunächst wieder mangels Wind unter Maschine um die Lee-Küste von Sao Jorge und dann auf Nordost-Kurs. Gegen Mittag kam dann endlich wieder etwas Wind auf und ich konnte erneut die Segel setzen. Seither geht es mehr oder weniger stabil Richtung Nordost. Die letzten 24 Stunden war der Wind mit 4-5 aus West ideal. Heute Nacht musste ich sogar reffen weil die Steueranlage doch ordentlich zu schaffen hatte. Die Etmale bewegen sich noch im ausbaufähigen Bereich. Am ersten Tag waren es wegen der oben geschilderten Umstände gerade mal 32 Seemeilen. Gestern in 28 tTunden immerhin schon 105 und die letzten 24 Stunden dann 125 Meilen. Ich fürchte allerdings, dass es die nächsten 24 Stunden wieder etwas weniger werden wird. Denn der Wind flaut gerade wieder wie gemeldet etwas ab und dreht langsam zurück auf Nord. Ansonten ist hier alles klar und ich gewöhne mich so langsam wieder auf See ein. Gestern habe ich das deutsche Spiel im Radio auf BBC World gehört. Halbfinale ! Nicht schlecht. Leider werde ich davon aber nicht viel mitbekommen. Denn ich werde sicher noch so 8-10 Tage bis Brest brauchen. Also dann.. das was auf die Schnelle. Werde mich gliech mal ums Abendessen kümmern und dann vielleicht noch nen Film auf dem Laptop gucken. Ahoi und und bis die Tae. der Guido

4 Kommentare

  1. Gigo, ich hoffe du kannst dieses unglaubliche Spiel wenigstens im Radio hören!
    Was machst du denn, wenn Deutschland am Sonntag im Finale spielt? Fährst du mal rechts ran?

  2. Hallo Guido,

    herzlichen Dank für deine Reiseberichte. Wünsche Dir alles Gute und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel.

    VG

    Andreas

  3. Gigo,
    wünsche dir ne gute Fahrt und das der Wind mit dir ist! Stell dir vor Deutschland kommt ins Finale und wird sogar Weltmeister. Wäre doch ein Skandal, wenn du dann noch auf hoher See wärst. Hier ist alles im Lack.
    Grüße aus der Heimat.
    Gag

  4. Alles Gute, Guido, und toi toi toi für die Weiterreise. Und natürlich immer die obligatorische Handbreit Wasser unterm Kiel.

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  1. lawrence

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