{"id":1230,"date":"2017-05-27T18:54:16","date_gmt":"2017-05-27T16:54:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/?p=1230"},"modified":"2017-05-27T19:12:23","modified_gmt":"2017-05-27T17:12:23","slug":"doppelausgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/2017\/05\/27\/doppelausgabe\/","title":{"rendered":"Doppelausgabe"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin online ! Also nutze ich die seltene Gelegenheit gleich mal f\u00fcr eine Doppelausgabe. Hier also zun\u00e4chst ein paar kurze Eindr\u00fccke und ein Res\u00fcmee zum Schlag von Fehmarn nach Bornholm. Anschlie\u00dfend geht\u2019s weiter mit meinem weiteren Weg nach Schweden. <\/p>\n<p><center><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_30366\"  width=\"500\" height=\"281\"  data-origwidth=\"500\" data-origheight=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5UzzF8oMZJg?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;modestbranding=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p><strong>Von Bornholm bis Kristianopel<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Christian oder Kristian scheint ja in der skandinavischen Geschichte eine gro\u00dfe Nummer gewesen zu sein. Warum sonst sollten wohl gleich zwei Orte die ich zuletzt besucht habe nach ihm benannt sein. Aber der Reihe nach. Ich sitze hier gerade in Kristianopel in Carpes Bauch, der Heizl\u00fcfter sorgt f\u00fcr muckelige Stimmung und drau\u00dfen riechts gerade streng nach AA. Warum wei\u00df ich nicht. Mein Tank ist es jedenfalls nicht :-). Ich schreibe diesen Text in der Hoffnung ihn morgen in Kalmar endlich hochladen zu k\u00f6nnen, denn das Thema Internet entwickelt sich hier echt zu einem Dauerbrenner. Schon auf  Bornholm war das WLAN out of order. Auf Christansoe und Utklippan gabs schlichtweg kein Internet. Das ist wohl zum einen der Infrastruktur als auch der abgelegenen Lage geschuldet. Irgendwie w\u00fcrde das auch nicht so richtig passen. Das nun auch in Kristianopel ausgerechnet heute die WIFI Anlage \u201egewartet\u201c wird ist schon ein echter Zufall. Nun denn \u2026 wo fange ich an.<\/p>\n<p>Nach zwei erholsamen Tagen in Roenne auf Bornholm habe ich am Dienstag erneut die Leinen losgeworfen und bin Richtung Christiansoe gestartet. Der gemeldete Wind lie\u00df jedoch auf sich warten und so ging es zun\u00e4chst unter Maschine bis zur Nordspitze Bornholms. Hier konnte ich dann endlich \u201eanluven\u201c, habe volles Zeug gesetzt und bin mit wahnsinnigen 3 Knoten gen Osten geschippert. Nach einer guten Stunde war allerdings auch hier Ende im Gel\u00e4nde. Der Wind war weg und der Motor wieder an. Schon wenig sp\u00e4ter zeigte sich am Horizont die Silhouette von Christiansoe. Schon viel habe ich von diesem schroffen Felseneiland geh\u00f6rt und gelesen. Jetzt sollte ich es also endlich auch selbst besuchen k\u00f6nnen. Nach der Einfahrt in die s\u00fcdliche Zufahrt des kleinen Kanals der Christiansoe von der ebenso winzigen Nachbarinsel Fredericksoe trennt, staune ich nicht schlecht. Der Hafen ist voll. An der Pier an steuerbord liegen bereits zig Boote auf P\u00e4ckchen und auch auf der linken Seite sind die meisten Heckbojen bereits belegt. \u201eSonmist ..\u201c, denke ich mir und entscheide sogleich es erstmal an einer der Heckbojen zu versuchen. Zur Sicherheit man\u00f6vriere ich vorher ganz langsam an eines der benachbarten (deutschen) Boote heran und erkundige mich nach der Tiefe. Die Karte gibt da n\u00e4mlich nicht wirklich viel her. \u201eBei uns so um die zweifuffzich\u201c, erhalte ich als Antwort. Der andere Skipper meint ebenfalls, dass das wohl reicht, obwohl sein Tiefenmesser \u201ef\u00fcrn Arsch\u201c ist. So richtig wohl f\u00fchle ich mich nicht bei der ganzen Sache, entscheide mich dann aber doch f\u00fcr einen Versuch, da die benannten Boote allesamt ein gutes St\u00fcck l\u00e4nger sind als ich und ich daher von \u00e4hnlichem oder sogar gr\u00f6\u00dferem Tiefgang ausgehe. Mit dem Bojenhaken im Anschlag geht es also ganz langsam Richtung Liegeplatz. Die Boje erwische ich gut und weiter geht es im Schneckenspeed Richtung Pier. Dort steht bereits eine helfende Hand und will meine Leine annehmen. Und dann .. ihr ahnt es schon \u2026 passiert es: Rumpel-Pumpel-Grundber\u00fchrung. Gott sei Dank nur ganz leicht und sehr langsam. Sofort ist die Maschine im R\u00fcckw\u00e4rtsgang, der Bojenhaken wieder geborgen und ein amtlicher Fluch \u00fcber die Insel gepl\u00e4rrt. Mann ey, sowas \u00e4rgert mich bis auf die Knochen. Besonders wenn die zuvor befragten Skipper mit dem Kopf sch\u00fctteln und sogar lachen. Von weiteren Bojenexperimenten habe ich nun verst\u00e4ndlicherweise die Nase voll. Also gehe ich bei einer deutschen Studenten-Truppe und einem einheimischen Taucherboot aufs dritte P\u00e4ckchen. So richtig happy bin ich damit nicht. Zumal ein wirklich guter Platz von nur einer einzigen Yacht aus Polen blockiert wird. Deren Besatzung hatte zuvor meine P\u00e4ckchen-Anfrage mit dem Hinweis \u201ewir laufen in einer Stunde aus\u201c abgelehnt. Als wenig sp\u00e4ter eine weitere polnische Yacht einl\u00e4uft und auch diese zun\u00e4chst an meinem Erstanlegeplatz kurz den Grund touchiert, gibt es einen kurzen und beachtlichen Schlagabtausch mit der blockierenden Yacht. Und siehe da .. nur Minuten sp\u00e4ter legt der zuvor uneinsichtige Blockierer ab und gibt den Platz frei. Richtig so .. als Zeichen meiner Anerkennung helfe ich den Neuank\u00f6mmlingen gleich mal bei ihrem Anleger und kurz darauf liege ich schon bei Ihnen auf P\u00e4ckchen. Das gef\u00e4llt mir schon besser.  Erstens nur zweites P\u00e4ckchen und au\u00dferdem habe ich eine Einladung zum grillen bekommen. Den Abend verbringe ich also mit Darek, Viethold und Rafael auf deren Boot. Es gibt reichlich Bier und Wein und noch mehr Fleisch. Denn urspr\u00fcnglich sollte die Crew aus 6 Personen bestehen. Nun sind sie nur zu dritt unterwegs haben aber entsprechend viel Proviant an Bord. Mein Gl\u00fcck :-). Der Abend ist wirklich klasse  und ich h\u00f6re nicht nur interessante Segelgeschichten aus Polen, sondern kann auch von meinen zur\u00fcckliegenden und geplanten Abenteuern berichten.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen ist dann etwas pelzig. Obwohl ich mich pers\u00f6nlich beim Bier zur\u00fcckgehalten habe, bin ich doch leicht angeschlagen. So ist die Entscheidung noch einen Tag zu bleiben schnell gefallen. Wind soll es heute sowieso keinen geben. Also verhole ich mich kurz nach dem aufstehen an die jetzt wieder v\u00f6llig leere Pier und beobachte anschlie\u00dfend wie die erste F\u00e4hre des Tages Passagiere und reichlich Fracht ausspuckt. Das ganze Zeug wird von den Einheimischen mit kleinen elektrischen Kettenfahrzeugen (kein Scherz) abtransportiert. Das macht einen H\u00f6llenl\u00e4rm der meinen Sch\u00e4del zus\u00e4tzlich brummen l\u00e4sst. Also muss schnell Ablenkung her. Ich bewaffne mich mit der Gopro, befestige diese an einem Selfie-Stick und filme damit mein Unterwasserschiff, um doch auf Nummer sicher zu gehen, dass die Grundber\u00fchrung vom Tag zuvor keine Sch\u00e4den verursacht hat.  Das Ergebnis meiner Bem\u00fchungen betrachte ich sp\u00e4ter auf dem Laptop. Alles OK. Noch nicht mal ein Kratzer ist zu sehen. Die Kielbolzen und alles andere sind auch unbeschadet und bombenfest. Da soll nochmal einer was \u00fcber Bavarias sagen :-).<\/p>\n\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1230 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail gallery1'><script type=\"text\/javascript\">\r\n\/\/ <![CDATA[\r\n\tjQuery(document).ready(function () {\r\n\t\tjQuery(\".gallery1 a\").attr(\"rel\",\"gallery1\");\t\r\n\t\tjQuery('a[rel=\"gallery1\"]').colorbox({maxWidth:\"95%\", maxHeight:\"95%\",title: function(){ return jQuery(this).children().attr(\"alt\"); }, });\r\n\t});\r\n\/\/ ]]>\r\n<\/script>\n<figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/1-1-1024x576.jpg\" title=\"Utklippan \" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/1-1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Utklippan\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1232\"><span class=\"imagecaption\">Utklippan <\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/1a-1024x576.jpg\" title=\"Utklippan voraus\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/1a-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Utklippan voraus\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1233\"><span class=\"imagecaption\">Utklippan voraus<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/2-2-1024x576.jpg\" title=\"Christiansoe\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" 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href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/4-2-1024x576.jpg\" title=\"Christiansoe\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/4-2-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Christiansoe\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1236\"><span class=\"imagecaption\">Christiansoe<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/5-1-1024x572.jpg\" title=\"Christiansoe\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/5-1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Christiansoe\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1237\"><span class=\"imagecaption\">Christiansoe<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/6-1-1024x579.jpg\" title=\"Ein polnischer Abend auf Christiansoe\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/6-1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Ein polnischer Abend auf Christiansoe\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1238\"><span class=\"imagecaption\">Ein polnischer Abend auf Christiansoe<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/7-1024x577.jpg\" title=\"Utklippan von oben\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/05\/7-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Utklippan von oben\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1239\"><span class=\"imagecaption\">Utklippan von oben<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure>\r\n\t\t<\/div>\n\n<p>Den Tag verbummele ich anschlie\u00dfend mit einer Dusche im \u201eBad\u201c Hus, einem Hotdog im Kiosken sowie einer ausgedehnten Wanderung \u00fcber beide Inseln. Dabei filme ich viel und lasse auch die Drohne fliegen. Die Aufnahmen sind wirklich gut geworden. Umso mehr \u00e4rgert es mich, als ich diese abends aus Versehen l\u00f6sche bevor ich sie auf den Laptop \u00fcberspielen kann. Hmmmpf. Also schnappe ich mir die Drohne noch einmal und marschiere zu einem guten Punkt ganz am Ende von Fredericksoe. Dort stelle ich fest , dass ich ein Kabel vergessen habe. Aaaargh !! Wieder zur\u00fcck zum Boot, Kabel eingepackt und wieder zur\u00fcck gelatscht. Als ich dann wenig sp\u00e4ter die Drohne endlich in der Luft habe, erscheint der Dorf-Sheriff und Hafenmeister und meint \u201eit`s not allowed \u201e. Da ist es wieder, dass Gef\u00fchl bei der versteckten Kamera zu sein. Aber gut .. ich akzeptiere auch das nat\u00fcrlich, packe mein Geraffel wieder ein und verkr\u00fcmmel mich an Bord. Ein paar Aufnahmen konnte ich ja doch schie\u00dfen und ich hoffe daraus was sch\u00f6nes basteln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Next stopp .. Sweden ! Die senile Bettflucht treibt mich schon um halb sieben aus der warmen Koje. Im Boot ist es doch ganz sch\u00f6n frisch. Das liegt wohl in erster Linie an den noch lausigen Wassertemperaturen. Um die zehn Grad soll die Ostsee hier nur haben. Das \u201ek\u00fchlt\u201c nat\u00fcrlich ganz gut von unten durch. Nach Kaffee und Dosen-Vollkornbrot-Fr\u00fchst\u00fcck geht\u2019s auch schon bald los. Mein heutiges Ziel hei\u00dft Utklippan. Eine noch kleinere Felseninsel als Christansoe, die einen kleinen unbewirtschafteten Nothafen beherbergt. Auf den Bildern im Revierf\u00fchrer siehts jedenfalls schon mal klasse aus .. da muss ich hin ! Die \u00dcberfahrt verl\u00e4uft alles in allem gut ist aber wechselhaft. Bei zun\u00e4chst halbem Wind um die vier Beaufort kommen wir gut voran. Die Sonne will sich heute noch nicht so wirklich zeigen. Das \u00e4ndert sich erst mittags. Leider geht mit dem Sonnenschein aber auch der Wind fl\u00f6ten. Das hatte ich schon bef\u00fcrchet. F\u00fcr mittags war n\u00e4mich ein kurze Flaute mit anschlie\u00dfendem Winddreher auf S\u00fcdwest gemeldst. Und so kommt es dann auch. Mit guten 15 Knoten erfasst mich ein sch\u00f6ner raumer Wind und nur unter Genua gehen wir die letzten Meilen an. Nach guten 8 Stunden zeigt sich dann am Horizont der Leuchtturm von Utklippan. Das AIS vor mir zeigt au\u00dferdem, dass sich wohl mindestens zwei weitere Yachten hierhin verirrt haben. Gespannt und auf alles gefasst (Tiefe ?) fahre ich langsam durch die Molenk\u00f6pfe. Die Tiefe ist hier allerdings ausreichend, obwohl im Revierf\u00fchrer vor Versandungen gewarnt wird. Im Schutzbecken liegen dann vier Boote. Ein \u00e4lterer Holl\u00e4nder hilft ir dann auch beim Anleger, gefolgt von einem kurzen Schwatz \u00fcber ihre und meine Reisepl\u00e4ne.<\/p>\n<p>Utklippan ist echt der Hammer. Anders kann man es nicht sagen. Meint man Christiansoe w\u00e4re klein, dann soll man erst mal hierhin kommen. Ein winziger zweigeteilter Felsen mit eine paar kleineren Sch\u00e4ren ringsherum. Ein Leuchtturm und ein paar versprengte H\u00e4user auf der \u201eS\u00fcdinsel\u201c. Der Rest sind Flechten, Str\u00e4ucher und M\u00f6wen. Im Norden liegen au0erdem einige Robben oder sogar Seel\u00f6wen gem\u00fctlich auf einem Felsen und bl\u00f6cken die Sonne an. Die hatte ich auch schon auf Christansoe gesehen. Scheinbar gibt es hier doch eine ganze Menge von den kauzigen Schwimmw\u00fcrsten.  Auch hier streife ich einmal \u00fcberr die s\u00fcdliche Insel , mache viele Aufnahmen und lasse einmal mehr das Dr\u00f6hnchen fliegen. Dieses mal gibts keinen Mecker. Denn hier gibt es weder nen Hafenmeister noch sonst irgendwas. Einfach ein Becken mit ein paar Eisenringen zum festmachen, ein Plumpsklo und einen kleiner Aufenthaltsraum &#8230;fertig, Und genauso muss es hier auch sein. Mein Abend endet mit einem kurzen Schnack mit meinem zahnlosen schwedischen Nachbar, einem Teller Spaghetti mit Tomatensauce und einer Folge Fargo, meinem neuen Langfahrt-Serien-Highlight aus den USA. Echt gut aber nix f\u00fcr schwache Nerven,<\/p>\n<p>So das muss erst mal reichen. Bald mehr von meinem Weg nach Kristianopel und der n\u00e4chsten Etappe nach Kalmar. Ahoi !<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ich bin online ! Also nutze ich die seltene Gelegenheit gleich mal f\u00fcr eine Doppelausgabe. 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