{"id":1464,"date":"2017-07-02T15:15:53","date_gmt":"2017-07-02T13:15:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/?p=1464"},"modified":"2017-07-03T21:34:39","modified_gmt":"2017-07-03T19:34:39","slug":"russia-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/2017\/07\/02\/russia-2\/","title":{"rendered":"Doppelausgabe"},"content":{"rendered":"<h3>Petrosawodsk<\/h3>\n<p>Watt ne Action ! Wir sind in Petrosawodsk angekommen, nachdem wir gestern morgen um 3 Uhr in aller Herrgotssfr\u00fche von Voznesene aufgebrochen sind. Schon beim ersten Blick aus dem Niedergang hatte ich mich spontan \u00fcber die Stellung des Windgenerators gewundert. &#8222;Der zeigt doch nicht nach Nordost wie vorhergesagt !?&#8220;, dachte ich mir. Losgefahren sind wir trotzdem. Denn es wird zum einen Zeit weiter nach Norden zu kommen und zum anderen kann die Windrichtung im Binnenrevier ja bekanntlich durch tausend Faktoren beeinflusst werden. Auf dem freien Wasser des Onegasees hofften wir also auf den gemeldeten Nordost. Leider vergebens. Denn drau\u00dfen blies es zun\u00e4chst aus Nord, was und zum m\u00fchseligen aufkreuzen gegen die kabbelige kurze Welle zwang. Fast 5 Stunden haben wir gebraucht bis wir um die erste Landspitze herum waren. Dann ging es extrem hoch am Wind weiter. Aber egal .. Hauptsache wir konnten jetzt einen direkten Kurs fahren. F\u00fcr den Tagesverlauf war eine R\u00fcckdrehung des Windes auf Ostnordost gemeldet, was f\u00fcr unseren Kurs nach Nordwest gut gepasst h\u00e4tte. H\u00e4tte .. denn der Wind ging sogar noch weiter r\u00fcck auf Nornordwest. Mittags lie\u00df er zudem von jetzt auf gleich nach. Um 13 Uhr war es vorbei und wir waren gezwungen den Diesel einzuschalten. In der Restwelle rollend und gierend ging es so f\u00fcr fast 8 Stunden unter Maschine nach Petrosawodsk. Insgeamt 18 Stunden hats gebraucht und wirklich angekommen waren wir dann auch noch nicht. Denn der Kontaktmann vor Ort lotste uns erst mal in einen falschen Hafen. Ein weiteres Telefonat sp\u00e4ter fanden wir ihn dann etwas weiter auf seinem &#8222;Museumshof&#8220;, wo er alte Boote nachbaut und restauriert. Um ehrlich zu sein, wir waren doch ein bisschen geschockt als wir dort hineinsteuerten. Wir sind ja mittlerweile schon einiges gewohnt, aber das gestern war echt der Hammer. Der Liegenplatz lag inmitten von Schutthaufen. maroden Schuppen und Schiffswracks. In der Anfahrt viel Schrott und unkartierte Untiefen im Wasser und am Ufer gleich 7 kl\u00e4ffende und knurrende Hunde, die sich auf dem wackeligen und l\u00f6chrigen Steg fast selbst die Knochen brachen. Es stinkt nach \u00d6l und eine Unmenege M\u00fccken belagert uns zus\u00e4tzlich. Nach den 18 Stunden bin ich gestern abend doch etwas ern\u00fcchtert und froh als ich endlich in der Koje liege. Vorher gabs noch Strom, als wir unser Kabel waghalsig \u00fcber eine Wasserfl\u00e4che werfen mussten wo es durch ein zerbrochenenes Fenster verschwand und sp\u00e4ter tats\u00e4chlich etwas Elektrizit\u00e4t lieferte. Heute morgen siehts schon wieder besser aus. Die Sonne scheint, wir haben Diesel an der Tanke gebunkert (hat allein an der Tanke fast anderthalb Studnen gedauert) und dank Vadim &#8211; den wir dort zuf\u00e4llig trafen &#8211; haben wir einen neuen Platz mit Strom, Wasser und sogar Dusche. Vadim hat uns au\u00dferdem samt Diesel zum Boot gefahren und war mit uns im Supermarkt. Alles mal einfach so und als wir ihm etwas Geld geben wollten, lehnte er entschieden und stolz ab. Man ist mal wieder sprachlos angesichts dieser Gastfreundschaft, aber auch dem, was hier manchmal irgendwie normal ist. Gleich machen wir noch ein Nickerchen, gehen duschen und dann wollen wir mal in die Stadt nen Burger essen und Fussball gucken. Mal schauen was uns da wieder alles an Challenges und \u00dcberraschungen erwarten. Soweit in K\u00fcrze von den aktuellen Geschehnissen. Im Anschluss folgt ein weiterer ausf\u00fchrlicher Blog \u00fcber das was war .. Viel Spa\u00df damit und Ahoi !<\/p>\n\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1464 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail gallery1'><script type=\"text\/javascript\">\r\n\/\/ <![CDATA[\r\n\tjQuery(document).ready(function () {\r\n\t\tjQuery(\".gallery1 a\").attr(\"rel\",\"gallery1\");\t\r\n\t\tjQuery('a[rel=\"gallery1\"]').colorbox({maxWidth:\"95%\", maxHeight:\"95%\",title: function(){ return jQuery(this).children().attr(\"alt\"); }, });\r\n\t});\r\n\/\/ ]]>\r\n<\/script>\n<figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/c-1024x576.jpg\" title=\"Morgens in Petrosawodsk\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/c-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Morgens in Petrosawodsk\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1466\"><span class=\"imagecaption\">Morgens in Petrosawodsk<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/a-1024x576.jpg\" title=\"Flaute auf dem Onega\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/a-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Flaute auf dem Onega\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1467\"><span class=\"imagecaption\">Flaute auf dem Onega<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/b-1024x576.jpg\" title=\"Unser neuer Platz\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/b-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Unser neuer Platz\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1468\"><span class=\"imagecaption\">Unser neuer Platz<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure>\r\n\t\t<\/div>\n\n<h3>Russia 2<\/h3>\n<p>Den Wartetag vor dem zweiten Br\u00fcckenanlauf durch St. Petersburg vertr\u00f6deln wir an Bord und unternehmen nachmittags noch einen Ausflug in die n\u00e4here Umgebung. Dabei entdecken wir zuf\u00e4llig die Am\u00fcsiermeile nahe dem Zenit-Fu\u00dfballstadion. Ein riesiger Vergn\u00fcgungspark mit Achterbahnen, Kinderkarussell und so allerlei anderen Fahrgesch\u00e4ften, die mir allein beim zuschauen die Angst in die Knochen treibt. Mit der Metro fahren wir anschlie\u00dfend nochmal ins St\u00e4dtchen, schauen uns noch ein paar Sachen an, bevor wir per App-Taxi wieder in die Marina eiern. Um sieben Uhr starten wir von dort zum n\u00e4chsten Br\u00fccken-Versuch. Dieses mal m\u00fcssen wir einen weiten Bogen in die gro\u00dfe Newa fahren. Das bedeutet zun\u00e4chst heraus aus St. Petersburg in die Bucht und dann etwas weiter n\u00f6rdlich wieder hinein in den Flu\u00df. So umgehen wir die l\u00e4stige neue Br\u00fccke und sollen den Lotsen nun an einem gro\u00dfen Ponton unmittelbar vor der ersten Br\u00fccke aufnehmen. Als Ansteuerungshilfe wird uns ein U-Boot genannt, das dort vert\u00e4ut sein soll.<\/p>\n<p>Der Wind steht steif in die Bucht. Das bedeutet f\u00fcr uns zun\u00e4chst gegen die steile und kabbelige Welle des flachen Wassers zu motoren. Carpe schl\u00e4gt dabei immer wieder hart ins Wasser und zeitweise kriechen wir mit nur 2 Knoten \u00fcber Grund voran. Sobald es der Wind zul\u00e4sst, nehmen wir immer wieder die Genua hinzu, um etwas mehr Fahrt zu machen. Vorbei am futuristischen Zenit Stadion in dem \u00fcbrigens gerade einige Spiele des Confederation-Cups ausgetragen werden und wo vorgestern sogar Vladimir Putin pers\u00f6nlich mit zig Hubschraubern und FSB (ehemals KGB ) Wachbooten auf dem Flu\u00df zu Gast war, geht\u2019s hinaus. Nach etwa 5 Meilen k\u00f6nnen wir abfallen und wieder hinein in die Newa steuern. Jetzt wird\u2019s deutlich ruhiger und das Vorsegel treibt uns mit dem jetzt achterlichen Wind schnell zur\u00fcck Richtung Stadt. Der Zugang zur Newa ist ges\u00e4umt von Schwerindustrie und Werften. Wir passieren riesige Berge aus Metallschrott, gigantische Trockendocks und Kr\u00e4ne die bis in den Himmel reichen. Dann taucht unvermittelt auf der linken Seite ein gro\u00dfes blaues Schiff auf. \u201eRussatomflott\u201c, ruft Viktor mir zu. Ich frage nach und erfahre, dass es sich bei der ARCTICA um einen Atomeisbrecher handelt. Der wird hier wohl gerade umfangreich restauriert. Jedenfalls wird an zig Stellen flei\u00dfig geh\u00e4mmert und geschwei\u00dft. Im Hintergrund erkennen wir zudem ein Atomsymbol auf einem gro\u00dfen hallenartigen Geb\u00e4ude. Scheinbar ist das hier ein zentraler Punkt f\u00fcr die Wartung der atomgetriebenen russischen Flotte. Carpe f\u00e4hrt also gerade an einem echten Atomschiff vorbei. Das ist doch wohl mal cool. Nat\u00fcrlich nehme ich die Kamera zur Hand und filme emsig. Keine Ahnung ob das wirklich so erlaubt ist. Aber die N\u00e4he zum Zentrum und die ebenfalls nahen Museumsschiffe die jeden Tag von hunderten Touristen bev\u00f6lkert werden, lassen das Ganze nicht so top secret erscheinen. <\/p>\n\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-1464 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail gallery1'><script type=\"text\/javascript\">\r\n\/\/ <![CDATA[\r\n\tjQuery(document).ready(function () {\r\n\t\tjQuery(\".gallery1 a\").attr(\"rel\",\"gallery1\");\t\r\n\t\tjQuery('a[rel=\"gallery1\"]').colorbox({maxWidth:\"95%\", maxHeight:\"95%\",title: function(){ return jQuery(this).children().attr(\"alt\"); }, });\r\n\t});\r\n\/\/ ]]>\r\n<\/script>\n<figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/3-1024x576.jpg\" title=\"Lotse Igor ist da\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/3-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Lotse Igor ist da\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1470\"><span class=\"imagecaption\">Lotse Igor ist da<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/4-1024x576.jpg\" title=\"Die erste Br\u00fccke \u00f6ffnet\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/4-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Die erste Br\u00fccke \u00f6ffnet\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1471\"><span class=\"imagecaption\">Die erste Br\u00fccke \u00f6ffnet<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/5-1024x576.jpg\" title=\"Der scharlachrote Segler\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/5-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Der scharlachrote Segler\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1472\"><span class=\"imagecaption\">Der scharlachrote Segler<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/6-1024x576.jpg\" title=\"Petersburg bei Nacht \" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/6-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Petersburg bei Nacht\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1473\"><span class=\"imagecaption\">Petersburg bei Nacht <\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/7-1024x576.jpg\" title=\"Die Br\u00fccken sind geschafft !\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/7-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Die Br\u00fccken sind geschafft !\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1474\"><span class=\"imagecaption\">Die Br\u00fccken sind geschafft !<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/8-1024x576.jpg\" title=\"Die Gegend ver\u00e4ndert sich \" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/8-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Die Gegend ver\u00e4ndert sich\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1475\"><span class=\"imagecaption\">Die Gegend ver\u00e4ndert sich <\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/1-1024x576.jpg\" title=\"Atomeisbrecher ARCTICA\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Atomeisbrecher ARCTICA\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1477\"><span class=\"imagecaption\">Atomeisbrecher ARCTICA<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n<div class=\"gallery-icon\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/2-1024x576.jpg\" title=\"Warten vor der ersten Br\u00fccke\" rel=\"gallery1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.xn--trn-sna.de\/blog\/tigerneu\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/07\/2-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"Warten vor der ersten Br\u00fccke\" \/><\/a>\r\n<\/div><figcaption class=\"gallery-caption\" id=\"caption1478\"><span class=\"imagecaption\">Warten vor der ersten Br\u00fccke<\/span><br \/>\n<\/figcaption><\/figure>\r\n\t\t<\/div>\n\n<p>Wenig sp\u00e4ter erreichen wir dann besagten Ponton mit dem gro\u00dfen U-Boot aus den 60er Jahren. Auch dieses ist ein Museumsschiff geworden und steht f\u00fcr interessierte Besucher bereit.  Vor dem Anleger verlieren wir noch nen Fender, und m\u00fcssen einen extra Kringel drehen um diesen wieder einzusammeln. Dann liegen wir an dem monstr\u00f6sen Steg der durch riesige LKW Reifen als Fender gesch\u00fctzt ist. W\u00e4hrend ich etwas k\u00f6chele, geht Viktor mal zum U-Boot her\u00fcber und h\u00e4lt nen kurzen Schnack mit dem Kapit\u00e4n. Der l\u00e4dt uns spontan zu einer Besichtigung ein. Da ich aber gerade das Essen auf dem Herd habe und der U-Boot Kommandant auch bald schlie\u00dfen will, vertagen wir den Besuch. W\u00e4re zwar schon interessant gewesen, aber \u00e4hnliche U-Boote habe ich bereits auf Fehmarn und auch einmal in Laboe besichtigt. Also lieber etwas essen und noch ein wenig ausruhen. W\u00e4hrend wir unser Essen l\u00f6ffeln schweift mein Blick immer wieder umher. So ganz langsam schnalle ich, dass wir tats\u00e4chlich in St. Petersburg stehen und es jetzt hinein ins russische Binnenland geht. \u00c4hnlich wie bei der Atlantik-Tour ist er pl\u00f6tzlich da: Der Moment auf den man lange hingeplant hat und der bislang eher diffus und irreal war. Wir sind tats\u00e4chlich hier und es geht weiter .. geil ! <\/p>\n<p>Die restliche Wartezeit bis zum Eintreffen des Lotsen nutzen wir f\u00fcr ein kurzes Schl\u00e4fchen. Die kommende Nacht und wohl auch der folgende Tag werden lang werden. Und au\u00dferdem haben wir bereits ein ganzen Tag in den Knochen. Eigentlich wollten wir hinter der letzten Br\u00fccke Petersburgs in einem kleinen Hafen etwas pausieren. Leider m\u00fcssen wir aber sofort weiter, da wir f\u00fcr eine weitere Br\u00fccke angemeldet sind die extra f\u00fcr uns ge\u00f6ffnet wird. Durch den Gegenstrom auf der Newa braucht das etwas Zeit und so k\u00f6nnen wir uns die Pause leider in die Haare schmieren.<\/p>\n<p>Um 0.30 Uhr wache ich auf und r\u00e4ckele mich g\u00e4hnend auf der Salonbank. Auch Viktor ist von den Toten auferstanden und stolpert Richtung Cockpit. Als er die Treppe hochsteigt, h\u00f6re ich nur ein \u201eDobryy wecher\u201c. Er begr\u00fc\u00dft damit den Lotsen, der bereits gem\u00fctlich im Cockpit sitzt und scheinbar auch ein kurzes L\u00fcnzjen gehalten hat. Nicht schlecht. Ich habe von seinem an Bord kommen nix mitbekommen und er hat sich aus R\u00fccksicht auf uns mucksm\u00e4uschenstill verhalten. Auch ich steige nun an Deck und begr\u00fc\u00dfe Igor. Ein Mann Mitte 50 der nett und offen ist. Anhand unserer Karten folgt eine ausf\u00fchrliche Einweisung in das anstehende Vorhaben und die eine oder andere interessante Randinfo. Fast eine ganze Stunde dauert die Besprechung unter Deck. Dann geht alles ganz schnell. Wir werfen die Leinen los und steuern direkt auf die erste Br\u00fccke zu. Diese ist noch geschlossen. Da wir aber als Erste durchfahren, sollen wir unmittelbar davor warten. Das geht im Strom der Newa besser als gedacht. Mit der Maschine halte ich Carpe direkt vor den m\u00e4chtigen Fahrbahnen auf der Stelle. Man\u00f6vriert wird mit dem Ruder das durch Schraube aber insbesondere den Strom angestr\u00f6mt wird und so gut reagiert. Stundenlang k\u00f6nnte man so auf der Stelle stehen. Mit einem lauten metallischen Ger\u00e4usch beginnen sich schlie\u00dflich die beiden Fl\u00fcgel der Br\u00fccke langsam zu \u00f6ffnen, w\u00e4hrend Igor immer wieder in unsere Fluss-Funke palavert. Obwohl es mittlerweile halb zwei in der Nacht ist, ist der Himmel noch immer d\u00e4mmrig hell erleuchtet. Viel dunkler wird\u2019s wohl nicht werden, denn in gut 2 Stunden geht bereits die Sonne auf. Zusammen mit dem hellen Licht der umliegenden Geb\u00e4ude und Br\u00fccken wirkt es so fast wie am Tag. Die Stimmung ist jedenfalls grandios und wird sich sicher f\u00fcr immer in mein Hirn einbrennen.<\/p>\n<p>Als die Br\u00fccke offen ist warten wir auf die gr\u00fcne Ampel und geben Gas. Die Newa flie\u00dft hier doch mit fast 3 Knoten. Entsprechend langsam kriechen wir \u00fcber Grund durch die Pfeiler hindurch. Der Lotse gibt mir dabei immer wieder mal eine Anweisung oder fordert mich auf etwas mehr Gas zu geben. Das mache ich jedoch nur ungern. Denn meinen guten alten Diesel will ich nicht zu sehr vor den Hals treten. Mehr als 2.500 Umdrehungen gehen da f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit nicht. Auch im Hinblick auf die noch anstehenden vielen Motorstunden auf den Fl\u00fcssen und Kan\u00e4len, will ich den Motor m\u00f6glichst schonen. Also lieber etwas langsamer, was auch der Lotse irgendwann murmelnd akzeptiert.<\/p>\n<p>Der Rest ist schnell erz\u00e4hlt. Wir nehmen eine Br\u00fccke nach der anderen und bestaunen dazwischen die vielen Bauten, Kirchen und andere Schiffe, die zusammen mit uns gerade durch die russische Metropole fahren. Unter anderem \u00fcberholt uns auch ein Gro\u00dfsegler. Wie mich Viktor wissen l\u00e4sst, handelt es sich dabei um ein Schiff aus Schweden, welches einmal im Jahr nach Petersburg gebracht wird. Hier wird es im Rahmen der Feierlichkeiten der \u201eWei\u00dfen N\u00e4chte\u201c mit scharlachroten Segeln best\u00fcckt, um so als weltbekanntes Symbol der Feiern \u00fcber die Newa zu fahren. Die wei\u00dfen N\u00e4chte sind erst in ein paar Tagen. Das Schiff haben wir so aber trotzdem zu Gesicht bekommen. Sehr gut.<\/p>\n<p>Gegen 5 Uhr morgens haben wir es schlie\u00dflich geschafft. Hinter der letzten \u201eklappbaren\u201c Br\u00fccke setzen wir Igor an Land ab und fahren fortan alleine weiter. Die wirklich letzte Br\u00fccke des Stadtgebiets ist hoch genug f\u00fcr uns und so k\u00f6nnen wir das auch selbst angehen. Wir verabschieden uns also vom netten Igor und verlassen St. Petersburg. Die Gegend hat sich bereits ver\u00e4ndert. Nun sind es mehr Wohngebiete aber auch verfallene und pl\u00f6tzlich wieder neue Industriegeb\u00e4ude, die uns von rechts und links anstarren. Bis nach Schl\u00fcsselburg sind es derweil noch ungef\u00e4hr 40 km. Dort wollen wir unmittelbar an den Toren zum riesigen Ladogasee das erste mal Halt machen. Mal schauen ob wir das so schaffen. Bald mehr &#8230;   <\/p>\n<p>P.S.:<br \/>\nAchso. Es tauchte jetzt schon mehrfach die Frage auf, wie wir das gerade mit der Diesel- und Wasserversorgung machen. Das ist in der Tat nicht immer einfach. Hier ist etwas Organisation, viel gutes zureden aber auch ein wenig Gl\u00fcck gefragt. In Schl\u00fcsselburg haben wir beispielsweise Diesel per Taxi an einer Tanke geholt. Dann zweimal mit den Crews von Barkassen Wasser und Brennstoff &#8222;getradet&#8220;, aber auch schon Wasser aus einer Quelle gesch\u00f6pft und per Kanister zum Boot geschleppt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Petrosawodsk Watt ne Action ! Wir sind in Petrosawodsk angekommen, nachdem wir gestern morgen um 3 Uhr in aller Herrgotssfr\u00fche von Voznesene aufgebrochen sind. 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