Draussen regnets ausnahmsweise mal wieder. Die Temperaturen bewegen sich um die 5-6 Grad und heute Nacht ist sogar leichter Frost gemeldet. Ich sitze derweil im Salon, der Heizlüfter brummt und gleich gibts was leckeres ausser Dose :-).
Die letzten Tage waren doch ganz schön anstrengend. Unzählige Male bin ich zwischen Auto und Boot gependelt bis ich wirklich auch den letzten Rest Geraffel an Bord hatte und zeitgleich einen Riesenberg alter Ausrüstung von Bord geschafft hatte. Nun ist alles soweit verstaut und auch bei den übrigen Baustellen zeichnet sich langsam aber sicher Licht am Ende des Tunnels ab. Als erstes stand die Inspektion des Diesel an. Dafür hat mir Tina – meine lokale „Ich-kann-alles-organisieren-Helferin“ – den alten See-Haudegen und Allroundgenie Michi Beer empfohlen. Der kam dann auch und hat mit mir zusammen 3 Stunden lang den kompletten Motor gecheckt, gewartet und mich in die wichtigsten Dinge eingewiesen. Sehr gut. Weiterhin wurde damit begonnen, dass axiale Spiel im Ruder durch eine Unterlegscheibe zu beheben. Das hat leider noch nicht so richtig geklappt, da der entsprechende Sperrring so bombenfest auf dem Schaft saß, dass Michi und ich den nur mit roher Gewalt entfernen konnten. Dabei wurde der Ring leider zerlegt und das Teil muss nun neu gedreht werden. Aber auch darum kümmert sich Super-Michi und so hoffe ich, dass Teil in den nächsten Tagen in den Händen zu halten. Am Rigg gabs auch noch etwas Fummelei, nachdem der Rigger es bei der Wantenspannung etwas zu gut gemeint hat und Carpe fast zusammengefaltet wurde :-). Nun ist aber auch das soweit klar und und das merkwürdige Knacken unter Deck vorbei. Hoffe das bleibt nun so. Was gabs noch ? Na klar .. Segel anschlagen, Mastkabel anschliessen, Funkkabel verlöten, Leinen und Schoten einschären, Ruderschaft im Koker fetten, Lampen & Funk checken, altes Radio ausgebaut, schon mal etwas Proviant gebunkert, Backskiste ausgeräumt – gereinigt – und neu eingeräumt, Windpilot montiert, Heckankerhalterung und Außenborder angebracht und und und. Außerdem konnte ich das Gas-Problem weitestgehend lösen. Denn leider ist es so, dass es in Skandinavien und auch Russland keinen Nachschub an den blauen Campingaz Butanflaschen gibt. Dort wird nur mit Propan gearbeitet, was mit den unterschiedlichen Siedepunkten der Gase und den lokalen Durchschnittstemperaturen zu tun hat. Langer Rede kurzer Sinn. Ich brauche für Russland und Skandinavien eine nachfüllbare Propanflasche die auch noch ins Schapp auf Carpe passt. Aber auch dafür hatte Tina einen Tipp parat. Der lokale Gas-Dealer bietet eine neue – ins Boot passende – Propan-Pulle an. Das Ding heisst übrigens Alumini und wiegt leer 2 kg. Diese Flasche kann mit einem neuen Ventil und Druckminderer an Carpes Gasnetz angeschlossen werden und sogar die blauen Flaschen passe auch daran. Wie das genau mit dem Befüllen in Norwegen läuft klärt gerade mein Freund Tore aus Stavanger und will sich bald melden. Einziger Wermutstropfen: Die Flasche kostet über 100 EUR und muss gekauft werden. Mal schauen ob ich da über einen Handwerker-Kumpel noch was drehen kann. Gefilmt habe ich auch zwischendurch etwas. Heute habe ich mal die Drohne an der Fehmarnsund-Brücke fliegen lassen und hab ein paar schöne Aufnahmen geschossen. Sobald ich wieder zu Hause bin gibt es also einen neuen Clip. Bis dahin .. Ahoi !








Wir setzen diese tschechischen? Gasflaschen ein (und füllen selbstverständlich nicht selbst nach 😉 ):
https://www.hausundwerkstatt24.de/Leere-befuellbare-Gasflasche-2-kg-Propan-Butan
Hallo Guido,
ich habe grade mit großer Freude gelesen, dass Du die OP gut überstanden hast und alles gut zu sein scheint! Als treuer Konsument deiner Filme bin ich schon sehr gespannt auf die Dokumentation des Tiger-Törns.
Viele Grüße, Gesundheit, Mast & Schotbruch!